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Plastik überall – Teil 1

Zurzeit läuft mir ein Thema ständig über den Weg: Plastikmüll. Ob beim Übersetzen oder in der Freizeit, immer wieder muss (oder darf) ich mich damit beschäftigen.

Schon seit Langem weiß ich, dass Plastikmüll ein ewiges Problem ist. Plastik verrottet nämlich nicht. Es zerbricht nur in immer kleinere Teile (Mikroplastik) und setzt dabei allerhand giftige Zusatzstoffe frei.

Deshalb fand ich die Bilder von Plastikmüll im Meer schon immer furchtbar. Aber ich dachte: Das sind nicht meine Plastiktüten. Meine Plastiktüten werfe ich nie in die Natur, sondern immer in die gelbe Tonne. Sie werden also recycelt und als Joghurtbecher wiedergeboren.

Bis ich erfuhr: Nur etwa die Hälfte des deutschen Plastikmülls wird wiederverwertet – und zur Wiederverwertung zählt auch der Export in ferne Länder. Bisher hat China einen großen Teil des deutschen Plastikmülls abgenommen. Damit ist jetzt Schluss, weil die Chinesen inzwischen selbst genug Abfall produzieren. Somit wird unser Plastik zukünftig in Länder verschifft, die (Achtung Ironie) in Sachen Umweltschutz einen noch besseren Ruf haben.

Sprich, es könnten doch meine Plastiktüten sein, die den Fischen die Mägen verstopfen. Und die natürlich nicht nur in den Meeren zerbröseln, sondern ebenso an Land.

Wobei die Plastiktüten noch ein vergleichbar geringes Übel sind. Zwar hat sich die EU medienwirksam dazu durchgerungen, die kostenfreie Abgabe von Plastiktüten (mit allerlei Ausnahmen) zu verbieten, aber: Meine gelbe Tonne war noch nie voll mit Plastiktüten. Sie ist voll mit Verpackungen. Wer wirklich etwas gegen den Plastikmüll tun will, muss bei den Verpackungen ansetzen!

Wie das gehen könnte, beschreibe ich im nächsten Teil dieser Artikelreihe. Fortsetzung folgt!

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