Wissenschaftliche Texte übersetzen

Wissenschaftliche Texte übersetzen

Bücher. Schachtelsätze. Staub. Das sind vielleicht die ersten Assoziationen zum Thema wissenschaftliche Übersetzung.

Doch die Wirklichkeit sieht zum Glück ganz anders aus.

Wenn ein Kunde einen wissenschaftlichen Text übersetzen lassen will, bemerke ich das bereits an der Anrede: Interessanterweise ist in der Wissenschaft „Liebe Frau Focking“ viel üblicher als in anderen Bereichen. Noch ein Grund, dass ich bei Anfragen für wissenschaftliche Übersetzungen gleich gute Laune kriege.

Die wissenschaftlichen Texte selbst sind meistens höchst interessant. Kein Wunder: Oft erfahre ich vor der Öffentlichkeit von spannenden wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Und auch die gefürchteten Schachtelsätze bleiben meist aus. Denn die heutigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind stark darauf angewiesen, dass ihre Arbeiten gelesen und zitiert werden. Deshalb sind sie froh, wenn ich auch bei der Übersetzung ihrer wissenschaftlichen Texte ganz besonders auf die gute Lesbarkeit und einen flüssigen Stil achte.

Was im Zusammenhang mit der Übersetzung wissenschaftlicher Texte nicht unerwähnt bleiben darf: die Fußnoten und Literaturhinweise. Oft spricht man auch von der „wissenschaftlichen Zitierweise“.

Zum einen muss der wissenschaftliche Übersetzer wissen, welcher Teil der Fußnoten oder Literaturhinweise übersetzt werden und was unübersetzt bleiben muss (z. B. der Titel von wissenschaftlichen Veröffentlichungen).

Zum anderen müssen wissenschaftliche Übersetzer penibel darauf achten, die Zitierweise den wissenschaftlichen Gepflogenheiten in der Zielsprache anzupassen. Wo gehören Leerzeichen, Punkt und Komma, Abkürzungen und Anführungsstriche hin? Was muss kursiv oder fett gesetzt werden? Das ist zugegebenermaßen nicht mein Lieblingsaspekt bei der Übersetzung wissenschaftlicher Texte, aber ein wichtiges Kriterium für eine professionelle wissenschaftliche Übersetzung.

Deshalb lauten meine Assoziationen zum Thema wissenschaftliche Übersetzungen: nette Kunden, spannende Texte, schmerzende Augen.